Boden – die unersetzliche Naturressource

Wir stehen mit beiden Füßen auf dem Boden und verschwenden an diese Tatsache keinen Gedanken. Wir betrachten den Boden, auf dem wir stehen, als eine Selbstverständlichkeit. Er ist für uns der Inbegriff für Beständigkeit und Zeitlosigkeit. In unserer Vorstellung wird er immer da sein und uns mit seiner Fruchtbarkeit nähren.

Durch diese Sorglosigkeit vergessen wir Menschen zu oft seine überragende Bedeutung für unser Leben und erkennen nicht, um welch eine knappe Lebensgrundlage es sich bei ihm handelt: Denn nur zwölf Prozent der Erdoberfläche besitzen einen Boden, mit dem die Menschheit ernährt werden kann. Und dieser Anteil wird ständig kleiner.

Insbesondere der scheinbar unaufhaltsame Anstieg der Weltbevölkerung und die fortschreitende wirtschaftliche Entwicklung in fast allen Regionen der Erde haben die Ressource Boden zunehmend unter Druck gesetzt. Boden ist zu einer globalen Ware geworden, die um des schnellen Gewinnes wegen ausgebeutet und langfristig geschädigt wird. Und immer öfter wird er sogar ganz vernichtet.

Allein in Deutschland wird täglich eine Fläche von 130 Hektar verbraucht. In anderen Ländern ist der Flächenverbrauch sogar noch um ein Vielfaches höher.

Um der Weltöffentlichkeit den Wert und die Bedeutung der Böden unserer Erde vor Augen zu halten, wurde 2002 der Weltbodentag (World Soil Day) von der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) ins Leben gerufen. Seitdem wird er jährlich am 5. Dezember international begangen. Ziel ist es, ein ständiges Zeichen für die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden zu setzen und für den Bodenschutz zu werben.

Mit dieser Internet-Plattform hoffen wir, eine rege Diskussion zum Wert und Schutz der Böden in Gang zu bringen und somit einen kleinen Teil zur Bewahrung der unersetzlichen Naturressource Boden beizutragen. Wir laden Experten und „Bodeninteressierte“ ein, ihre Beiträge und Inhalte zum Thema Boden in allen seinen Aspekten und Facetten zu veröffentlichen.

Lesen Sie hier mehr zur Deklaration des Weltbodentags durch die Vereinten Nationen.